Text?Chronik

Selbstverständlich haben die lebensfrohen Menschen in Effeltrich schon seit Urzeiten gesungen – bei der Arbeit, im Wirtshaus und regelmäßig natürlich in der Kirche. Irgendwann taten sich einige Sängerinnen und Sänger zu einem Kirchenchor zusammen. Und 1888 kam dann aus dem Kirchenchor und dem Musikverein – beide unter der Leitung von Kapellmeister Johann Förstel – der Wunsch, einen Gesangverein zur Pflege auch des weltlichen Liedguts zu gründen. So kam es, dass noch im gleichen Jahr 15 Männer in der Gastwirtschaft Schmitt (heute Waldeslust) den Liederkranz Effeltrich aus der Taufe hoben. Johann Förstel wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Liederkranz wurde schnell zu einer festen kulturellen Größe im Dorf. Aber in der schweren Zeit des 1. Weltkriegs musste er große Opfer hinnehmen, und nach dem Krieg verlor er zudem noch etliche Mitglieder an den Liederverein Effeltrich, der sich im „Unterdorf“ bildete mit einem Männerchor und auch einem gemischten Chor. Beide Vereine spornten sich gegenseitig zu beachtlichen Leistungen an – auch zur Fahnenweihe, die beide Vereine 1923 abhielten. 10 Jahre später jedoch, am 12. Oktober 1933, erfolgte ein Zusammenschluß nach der damaligen politischen Maßgabe, die auch entsprechenden Einfluß auf das Chorleben ausübte. Im 2. Weltkrieg wurden 45 aktive Sänger zum Kriegsdienst eingezogen, von ihnen kehrten 7 nicht zurück. Die Liederkranz-Fahne wurde nach Kriegsende von amerikanischen Soldaten als Trophäe mitgenommen. Erst am 24. 11. 1949 wurde der Gesangverein Effeltrich mit einer außerordentlichen Generalversammlung wiederbelebt, 1953 stand der Verein mit 70 aktiven Sängerinnen und Sängern in voller Blüte.

Am 28. Januar 2003 war die 1. Singstunde des Gospelchors mit inzwischen rund 70 aktiven Sängerinnen und Sängern. Noch heute ist die "Waldeslust" (Merkel-Saal) die Heimat des Gesangvereins Effeltrich, hier finden jeden Dienstag die Chorproben statt.